Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge,
würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

angebliches Zitat Martin Luthers

Liebe Asha21Freundinnen und Freunde,

wir leben in herausfordernden Zeiten. Corona, der russische Angriffskrieg in der Ukraine, stark steigende Lebenshaltungskosten, die Energiekrise, extreme
Klimaverhältnisse an vielen Orten.

Diese Entwicklungen verunsichern uns und lassen uns vielleicht eher besorgt in das Jahr
2023 blicken.
Auch die Situation in unseren Projekten und weltweit will mir manchmal den Mut und die Hoffnung rauben. Die unsagbare Not in der Ukraine, die unzähligen Kindersklaven und in die Prostitution verkauften Kinder in Nepal, die hungernden und verstoßenen Kinder in Uganda, der EbolaAusbruch in Uganda, ein erneutes Erdbeben in Nepal, die zahllosen frierenden und hungernden Menschen in der Ukraine, das tägliche Leid und die Not so vieler Menschen in der Ukraine, in Nepal, in Uganda und vielen weiteren Ländern auf dieser Welt.
Weltweit leben mehr als 40 Millionen Menschen in Sklaverei, nicht im Jahr 1780 sondern heute, im Jahr 2022.

Können wir auf Grund der schwierigen Umstände und den bestehenden Tatsachen überhaupt noch etwas tun?

Das Zitat von Martin Luther (zumindest wird es ihm zugesagt) ermutigt mich und ich möchte mich immer wieder neu entscheiden, auch weiterhin Apfelbäumchen zu pflanzen. Ich bin sehr dankbar, dass wir auch in diesem Jahr zahlreiche Projekte in Nepal, Uganda und er Ukraine umsetzen konnten und können (mehr dazu im Jahresbericht, der im Februar erscheint). Vielen Dank für jede Unterstützung und die Ermöglichung so vieler „Apfelbäumchen“.

Mit dem heutigen Newsletter möchten wir dir gerne einige aktuelle Projekte vorstellen. Es sind Herzensprojekte, mit ihnen möchten wir gezielt Apfelbäumchen der Hoffnung pflanzen.
Es sind gleichzeitig Projekte, welche uns als Organisation ordentlich herausfordern, organisatorisch, planerisch und finanziell.

Auch wenn wir längst noch nicht alle finanziellen Mittel dafür zur Verfügung haben, Vertrauen wir darauf, dass wir auch hier zur rechten Zeit versorgt werden.

Ein Schulprojekt:
Patenschaftsschule Hillside

Seit 2022 hat Asha21 eine Schulpatenschaft übernommen. Die Schule stand kurz vor der Schließung, die LehrerInnen bekamen nur noch unregelmäßig Gehalt, die Ausstattung ist schlecht, die Klassenzimmer viel zu dunkel. Es sind kaum Tafeln, Bücher, Hefte, Bänke und Stühle vorhanden. Die Schule bekommt keine adäquate Unterstützung von der Regierung (ist in Nepal leider so), ist aber die einzige Möglichkeit auf Schulbildung für die Kinder aus der Region. Wir als Asha21 haben hier die Patenschaft übernommen, um den Kindern auch weiterhin Bildung zu ermöglichen. Auch hier sind einige bauliche Maßnahmen erforderlich (Klassenzimmer, Mensa, Spielmöglichkeiten, …), wir schaffen nach und nach Lehr und Lernmaterial an, zahlen die Lehrerinnen und Lehrer monatlich…ermöglichen ihnen Fortbildungen, …. Die ca 150 Kinder könnten sonst nicht mehr zur Schule gehen. Nach und nach verbessern wir die
Qualität der Schule. Vielleicht gibt es sogar eine Schule oder Firma, die diese Schule als ihre Partnerschule
adoptieren möchte?

Ein Projekt aus der Patenschaftsabteilung:
Offene Schulpatenschaften

Die Reise im April war für den Bereich der Patenschaften sehr wichtig und wir sind dankbar für alle Begegnungen mit den Kindern und Hauseltern. Die neuen Bilder, Informationen und Briefe der Kinder konnten wir zwei Monate später an alle Paten schicken und freuen uns über die positiven Rückmeldungen zur Patenmappe. Gerade machen sich die Antwortbriefe der Paten auf den Weg nach Nepal danke für die vielen liebevollen Briefe!

Nach unserer Reise hatten wir auch über 35 neue Schulpatenschaften im Gepäck, die wir im Laufe dieses Jahres an Paten vermitteln wollten. Eine durchaus sportliche Zahl. Dahinter stehen viele Kinder, die vor aber auch während der Pandemie keine Schule besuchen konnten und die finanzielle Lage der Eltern sich nicht verbessern konnte. Es sind Kinder die ohne Zugang zur Bildung in ärmlichen Verhältnissen bleiben werden und für ihr Leben keine Perspektive sehen. Im schlimmsten Fall müssen sie auch arbeiten oder werden aus Verzweiflung in fremde Familien als Kindersklaven verkauft. Wir haben für diese hohe Zahl an neuen Patenschaften noch zu wenig Paten gefunden und sind deshalb noch mehr auf die UnterstützerInnen von Asha21 angewiesen. Wir sind
dankbar für jeden neuen Kontakt und du kannst helfen unsere Arbeit noch bekannter zu machen. Vielleicht fallen dir Aktionen ein, bei denen du Flyer auslegen kannst oder wir als Team einen Abend gestalten und über unsere Arbeit sprechen können. Oder es finden sich Stammtische, Kleingruppen, Klassen oder Teams die als Gruppe eine Patenschaft übernehmen möchten.

Unsere Kalender eignen sich dieses Jahr super, um Einblicke in die Leben der Kinder zu bekommen vielleicht fällt dir ein Ort ein, an dem ihn viele sehen könnten? Wir sind dankbar für über 100 Patenschaften, die Kindern ein Zuhause und Bildung ermöglichen. Dies ist eine Zahl, die sich kaum greifen lässt dahinter stecken Kindergesichter, ihre Geschichten und ganz viel Hoffnung.

Es grüßen euch Sophie & Nathalie

Ein Hoffnungsprojekt:
Erweiterung Gotikhel Hostel

Eines unserer Asha21 Kinderhäuser in Nepal. In dem Kinderhaus leben inzwischen 27 Kinder aus ärmlichsten Verhältnissen. Immer wieder werden Kinder dort „abgegeben“, so wie Norsang, der Junge auf dem Foto.
Während meines Besuches brachte ihn seine Schwester in das Kinderhaus. Sein Vater ist alkoholkrank und wurde von seiner Frau verlassen, er kann Norsang nicht mehr versorgen. Seine Schwester war völlig verzweifelt und hat uns gebeten, ihn aufzunehmen. Es ist seine einzige Chance auf eine bessere Zukunft. Das Haus ist an seiner Belastungsgrenze, wir müssen hier dringend Renovierungsarbeiten durchführen und einen Erweiterungsbau
realisieren. Es werden vier weitere Schlafräume benötigt, die Küche muss
modernisiert und erweitert werden.

Außerdem soll ein Speisesaal/Aufenthaltsraum gebaut werden und die Zimmer brauchen eine Renovierung. Dieses Projekt soll Anfang 2023 umgesetzt werden.

Bist du noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk?
Die Kalender kannst du direkt hier bestellen:

https://www.asha21.org/portfolio-items/kalender-2023/

Gutes schenken mit Asha21

Bist du noch auf der Suche nach einem nachhaltigen, hilfreichen und sinnvollen Geschenk? Dann verschenke doch ein Huhn, ein
Schulmittagessen für einen Monat oder eine Vorsorgeuntersuchung für ein Kind in Nepal. Somit verschenkst du ein originelles Geschenk (mit Zertifikat zum Ausdrucken) und du beschenkst gleichzeitig Menschen in Nepal, die
sich nicht so einfach die für uns alltäglichen Dinge leisten können.
Klick dich gerne rein:

https://www.asha21.org/gutesschenken/

Trotz vielleicht schwieriger werdenden Umstände, möchten wir auch weiterhin ganz besonders an die Menschen denken, die nicht das Vorrecht haben in noch immer einem der reichsten Länder der Erde leben zu dürfen.
Das bekannte Zitat zeigt Gottvertrauen und Zuversicht. Die Welt mag untergehen, aber ich glaube trotzdem an eine Zukunft. Wer einen Apfelbaum pflanzt, der bald gesunde Früchte trägt, zeigt damit, dass er an ein besseres Morgen glaubt. Glauben heißt über den Horizont blicken. Einen Baum pflanzen heißt Weiterschauen, über den eigenen Horizont hinaus. (Dr. Frank Foerster)

Lasst uns gemeinsam noch viele weitere Apfelbäumchen pflanzen. Danke für jede Unterstützung!

Ich wünsche dir eine gesegnete, positive Advents und Weihnachtszeit. Durch das Geschehen an Weihnachten haben wir trotz aller Umstände Grund Zur Freude und Hoffnung:

Heute ist euch der Retter geboren worden, in der Stadt Davids: Christus, der Herr! (Lukas 2,11)

Herzliche Grüße, be blessed!
Für das Asha21-Team
Oliver Keppeler

Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert.“
Gustav Werner